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Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen des Europarates (GER) zur Evaluierung der Sprachkompetenz

Zur Beurteilung der Fremdsprachenkompetenz wird - unabhängig von der Sprache - zunehmend der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen des Europarates herangezogen. Dieser Referenzrahmen ist eine Empfehlung, die den Zweck erfüllen soll, die Fähigkeiten zur Sprachanwendung und die Sprachkompetenz von Lernenden bedarfsorientiert, vergleichbar und transparent zu gestalten, um eine objektive Bewertung des Leistungsniveaus zu ermöglichen.

Der Europäische Referenzrahmen teilt die Qualität der Sprachbeherrschung in sechs Niveaustufen ein - A1, A2, B1, B2, C1 und C2.

Laut dem Europäischen Referenzrahmen bedeutet die Stufe A die grundlegende Fähigkeit zur elementaren Sprachverwendung. Lernende der Niveaustufe A1 sind in der Lage, sehr einfache Gespräche in vertrauten Alltagssituationen mit einfachem Vokabular und eventuell mit Hilfestellungen führen zu können, während Lernende der Stufe A2 bereits die Fähigkeit besitzen, sich selbstständig über eine Vielzahl von Alltagssituation mit einfachen sprachlichen Mitteln zu äußern sowie Fragen hierzu stellen und beantworten können.

Die Niveaustufe B wird vom Europäischen Referenzrahmen als Fähigkeit zur selbstständigen Sprachverwendung beschrieben. Lernende der Stufe B1 besitzen die Fähigkeit, sich über die meisten ihnen vertrauten Themen mit relativ einfachen sprachlichen Mitteln zusammenhängend zu äußern und hierzu Gespräche führen zu können. Auf der Stufe B2 sind Lernende darüber hinaus auch in der Lage, Hauptinhalte komplexer Texte zu konkreten und abstrakten Themen zu verstehen, berufsbezogen zu kommunizieren (Grundlagen der Fachsprache) sowie sich zu einem breiten Themenspektrum klar und detailliert auszudrücken.

Als Stufe C betrachtet der Europäische Referenzrahmen die kompetente Sprachverwendung, wobei die Niveaustufe C1 fortgeschrittenes Kompetenzniveau bedeutet und die Niveaustufe C2 nahezu der muttersprachlichen Sprachbeherrschung entspricht. Lernende der Stufe C1 können mühelos über konkrete und abstrakte Themen, wie z.B. Beruf, Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Kunst und Kultur, kommunizieren und beherrschen auch komplizierte grammatische Strukturen aktiv und passiv. Auf der Stufe C2 sind die Lernenden dann schließlich in der Lage, sich nahezu so fließend und kompetent wie ein Muttersprachler in der jeweiligen Fremdsprache in Wort und Schrift zu äußern und Muttersprachler der jeweiligen Zielsprache in allen Sprachsituationen problemlos zu verstehen.

Gemäß dem Europäischen Referenzrahmen ist in der Regel eine Sprachbeherrschung auf dem Niveau B1 oder B2 nachzuweisen als Voraussetzung für die Aufnahme eines Studiums oder einer Berufstätigkeit im fremdsprachigen Ausland.    

 

 

Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen (GER bzw. GERS) des Europarats - Kriterien für die Beurteilung der Sprachbeherrschung

Common European Framework of Reference for Languages (CEFR)

Die Einstufung und Evaluierung der Sprachkenntnisse und kommunikativen Fertigkeiten erfolgt an unserer Sprachschule auf der Grundlage der Kriterien des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER bzw. GERS) des Europarats, welche den Spracherwerb, die Sprachanwendung und die Sprachkompetenz von Fremdsprachenlernenden bedarfsorientiert, vergleichbar und transparent gestalten sollen.

Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen teilt das Niveau der Sprachbeherrschung in drei Kompetenzstufen ein: Stufe A – die elementare Sprachverwendung, Stufe B – die selbstständige Sprachverwendung sowie Stufe C – die kompetente Sprachverwendung. Diese drei Kompetenzstufen der Sprachverwendung werden jeweils in zwei Niveaugruppen unterteilt – A1 und A2, B1 und B2 sowie C1 und C2, um eine noch differenziertere Beurteilung der Sprachkompetenz zu ermöglichen.

Für die einzelnen Kompetenzstufen gelten im Wesentlichen folgende Anforderungen und Bewertungsrichtlinien:

Kompetenzstufe

Beschreibungen der vorhandenen Sprachkenntnisse und Sprachfertigkeiten

A1 = elementare Sprachverwendung auf Anfänger-niveau, Grundstufe

- Fähigkeit vertraute, alltägliche Wörter, Ausdrücke und Redewendungen zu verstehen und zu verwenden für elementarste kommunikative Bedürfnisse, z.B. um sich vorzustellen und anderen Leuten einfache Fragen zu ihrer Person zu stellen (z.B. Name, Alter, Familie, Wohnort, Heimatland)

- Beherrschung eines noch sehr eingeschränkten Teils des Alltagsvokabulars

- Fähigkeit, sich auf einfachste Art zu verständigen, wenn die Gesprächspartner langsam und deutlich sprechen, elementaren Grundwortschatz gebrauchen und teilweise bei der Verständigung helfen

A2 = elementare Sprachverwendung

- einfache, aber relativ sichere Verständigung über vertraute Alltagsthemen und Bereiche von ganz unmittelbarer, persönlicher Bedeutung (z.B. Informationsaustausch über eigene Person, Familie, Hobbys, Beruf, Einkaufen, Wohnung, Herkunft)

- Fähigkeit, einfache Gespräche mit noch sehr begrenztem Wortschatz und sehr eingeschränkten grammatikalischen Kenntnissen zu führen 

B1 = selbstständige Sprachverwendung auf unterem Mittel-stufenniveau

- Fähigkeit, Hauptgedanken der Gesprächspartner zu verstehen, wenn es um vertraute Themen, wie z.B. Beruf, Schule, Freizeit, Familie, geht und sich selbst über solche Themen zusammenhängend auf einfache Weise und mit begrenzten sprachlichen Mitteln zu äußern

-Fähigkeit, sich bei Auslandsaufenthalten, wie z.B. Urlaubs- und Dienstreisen, problemlos in der Zielsprache mit Einheimischen, die eine klare Standardsprache verwenden, über Alltagsthemen zu verständigen

- Fähigkeit, bereits über teilweise abstrakte Themen, wie z.B. eigene Erfahrungen und wichtige Ereignisse zu berichten, Träume, Wünsche, Vorlieben, Abneigungen, Ängste, Befürchtungen, Hoffnungen, Ziele, Zukunftspläne etc. zu beschreiben, Lob und Kritik zu äußern sowie zu Plänen und Meinungen kurze Begründungen oder Erklärungen zu geben

- Fähigkeit, im Wesentlichen problemlos Aussage- und Fragesätze in der Zukunfts-, Gegenwarts- und Vergangenheitsform zu bilden

B2 = selbstständige Sprachverwendung auf Mittelstufen-niveau

- Fähigkeit, normale Gespräche mit Muttersprachlern der jeweiligen Zielsprache ohne größere Anstrengung auf beiden Seiten zu führen

- Verständnis der Hauptinhalte komplexer Texte zu konkreten und abstrakten Themen, wie z.B. Politik, Wirtschaft, Kultur, Geschichte, Kunst und Sport

- Fähigkeit, im eigenen Spezialgebiet bzw. beruflichen Umfeld Fachdiskussionen, Präsentationen, Fachvorträgen u.ä. zu verstehen und  klar strukturierte, kurze Diskussionsbeiträge zu leisten

- Fähigkeit, sich über ein breites Themenspektrum klar und detailliert zu äußern, Standpunkte zu aktuellen Fragen sprachlich wirkungsvoll und überzeugend zu vertreten sowie Vor- und Nachteile verschiedener Möglichkeiten zu erläutern

C1 = kompetente Sprachverwendung bzw. fortgeschrittenes Kompetenzniveau

- Fähigkeit, anspruchsvolle, komplexe und längere Mitteilungen bzw. Informationen in Wort und Schrift spontan und fließend zu formulieren, ohne dabei häufig nach Worten und passenden Ausdrücken suchen zu müssen

- situationsadäquater, flexibler Sprachgebrauch und differenzierte Verwendung von formellen und umgangssprachlichen Ausdrucksweisen

- Fähigkeit, auch implizite Bedeutungen mündlicher und schriftlicher Äußerungen zu erfassen

- problemloser Umgang mit der Fremdsprache im gesellschaftlichen und beruflichen Leben oder in Ausbildung und Studium

- Fähigkeit, sich klar, unmissverständlich, strukturiert und detailliert zu komplexen bzw. komplizierten Sachverhalten in Wort und Schrift zu äußern und dabei flexibel vielfältige Mittel zur Textverknüpfung und Gliederung angemessen zu verwenden

- sicherer, nahezu fehlerfreier Umgang mit der Grammatik und Orthographie in der jeweiligen Fremdsprache

- ausreichend großer Wortschatz, um Originalliteratur in der jeweiligen Fremdsprache, z.B. Belletristik, Zeitungen und Zeitschriften, im Wesentlichen ohne Hilfsmittel, wie Wörterbücher, im Detail zu verstehen und um Nachrichtensendungen, Spielfilmen u.ä. zu folgen  

C2 = kompetente Sprachverwendung nahezu auf dem Niveau eines Muttersprachlers

- Beherrschung der jeweiligen Fremdsprache in Wort und Schrift nahezu auf dem Niveau eines gebildeten Muttersprachlers der Zielsprache

- müheloses Verständnis verschiedenster Informationen und Mitteilungen in mündlicher und schriftlicher Form in der jeweiligen Fremdsprache

- Fähigkeit, Informationen und Fakten aus verschiedenen Quellen problemlos zusammenzufassen, Hauptgedanken hervorzuheben und dabei Begründungen und Erklärungen in einer zusammenhängenden Darstellung überzeugend wiederzugeben

- präzise Ausdrucksweise und Verdeutlichung feiner Bedeutungsnuancen bei komplexen Sachverhalten

- uneingeschränkt sicherer Umgang mit der Fremdsprache im beruflichen bzw. fachspezifischen Kontext

- nahezu fehlerfreier Gebrauch der Fremdsprache in Wort und Schrift, auch in komplexen bzw. komplizierten sprachlichen Situationen

- bewusster Gebrauch stilistischer Mittel, wie z.B. idiomatischer Redewendungen, Metapher und Sprichwörter, in Wort und Schrift